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Anstoß zur Kirchenentwicklung

Pastoralteam für St. Josef setzt VERBINDUNGSTEAM an den Kirchorten ein
Anstoß zur Kirchenentwicklung
Anstoß zur Kirchenentwicklung

Mehr MITEINANDER im neuen Jahr!

Vielleicht sollte diese Kolumne heute besser AUSBLICK heißen – denn das Pastoralteam möchte in Absprache mit dem PGR Ihnen eine Neuerung vorstellen, mit der wir in St. Josef ins Neue Jahr gehen. Unsere Überlegungen stehen in gedanklichem Zusammenhang mit dem Prozess der Kirchenentwicklung im Bistum.

Hier möchten wir aus dem Weihnachtsbrief unseres Bischofs an die hauptamtlichen MitarbeiterInnen zitieren:

„Kirchenentwicklung ist der grundlegende Prozess in unserem Bistum. Die Menschwerdung Gottes hat alles verändert. Sie ist in keiner Logik dieser Welt vorhersehbar. Und doch schreibt sie sich zutiefst in eben diese Welt ein und formt sie grundlegend um. … Es geht nicht um fromme Bilder, sondern um die Gegenwart, in der wir leben und arbeiten. Die Gegenwart Gottes in ihr, in der jeweiligen Zeitstunde mit allen Krisen und Umbrüchen – das ist schon die zentrale Glaubenserfahrung des Volkes Israel. Die 

Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten,

darauf verpflichtet das 2. Vatikanische Konzil die Kirche, ihre Hirten und alle Gläubigen gemeinsam … auch wenn sich zeigt, dass Gottes Plan mit seiner Kirche zum Wohl und Heil aller Menschen auch gegen unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Vorstellungen steht. Rückwärtsgewandtheit ist kein Heilmittel. Entwicklung ist unserer Kirche stattdessen als Wasserzeichen eingeprägt und aufgegeben. Kirchenentwicklung ist … beständiger Lernweg und Kulturwandel, der die sich verändernden Umstände als Fingerzeig Gottes zur Grundlage erneuerten Handelns ernst nimmt."

Weil wir die Zukunft  der Kirche viel stärker als bisher im Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen sehen, schien uns das alte Modell, wo alle Fäden an den Kirchorten bei der dortigen hauptamtlichen Kontaktperson zusammenlaufen, nicht mehr zeitgemäß. Dass es an den Kirchorten in St. Josef mittelfristig ehrenamtliche Leitungsteams geben kann, ist für uns eine gute und zielführende Perspektive. Das kann und muss nicht aus dem Stand gelingen – aber wir wollen ab jetzt konkret auf diese Möglichkeit hinarbeiten. Daher hat sich das Pastoralteam für einen Versuch entschieden:

Wir benennen für jeden Kirchort statt einer Kontaktperson ein hauptamtliches Verbindungsteam. Damit ändert sich ab Januar 2020  nicht nur etwas in Seckbach und in Fechenheim, sondern an allen Orten.

 
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Verbindungsteam für Sankt Josef
GR Martin Dorda, Pfr. Markus Schmidt, PR Regina Schwarzer
 
 

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Verbindungsteam für Heilig Geist
PR Corinna Feth, Diakon Lucas Weiss, Pfr. Wojciech Kaszczyc
 
 

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Verbindungsteam für Herz Jesu
PR Corinna Feth, Diakon Lucas Weiss, Pfr. Wojciech Kaszczyc

 
 
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Verbindungsteam für Maria Rosenkranz
PR Andrea Rockermeier, Pater Sonu
 
 (Nennung in alphabetischer Reihenfolge – denn es gibt in den Verbindungsteams keinen Leiter
und Mitarbeitende, sondern gleichberechtigtes Agieren mit geklärten Zuständigkeiten)
 

Was sind Verbindungsteams?

Mehrere Personenbilden ein Team für einen Kirchort, um selbst ein Beispiel für partnerschaftliche Zusammenarbeit zu geben und um unterschiedliche Talente vor Ort einzubringen. Mehrere Personen als Verbindungsteam bedeuten nicht: es wird mehr Hauptamtlichkeit vor Ort konzentriert und Aufgaben, die die Kontaktperson bisher nicht übernommen hatte, können jetzt eingefordert werden. Das wird besonders deutlich mit dem Blick auf Fechenheim und Riederwald: Ein Team wird für zwei Kirchorte eingesetzt. Als ehemaliger Pastoraler Raum haben beide Kirchorte bereits  Erfahrung in punktueller Zusammenarbeit. Der Ausbau der  Kooperation zwischen beiden Kirchorten scheint uns eine gute Möglichkeit – besonders im Bereich der Ökumene und im „Ökumenischen Projekt Frankfurt-Ost“. Auch im Bereich des Sozialen liegen Chancen.

Die Kirchorte bzw. Orte kirchlichen Lebens sollen gestärkt und gefördert werden – aber eben auch die Zusammengehörigkeit als Pfarrei. Wir gehen als Hauptamtlichenteams an den Start - können uns vorstellen, dass sich die Zusammensetzung mit der Zeit ändert ("mixed teams" aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen), bevor Ehrenamtliche Gemeindeleitungen vor Ort eingerichtet werden können. Miteinander sind wir Lernende - das gehört zu den Grundhaltungen der Kirchenentwicklung.

Mit dem Pfarrgemeinderat und dem Verwaltungsrat haben wir am 9. Januar über den Einsatz von Verbindungsteams als Ersatz für die bisherigen Kontaktpersonen beraten und in den Ortsausschüssen wird das neue Modell natürlich auch Thema sein. Wir werden alle miteinander herausfinden, ob das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ermutigt fühlen wir uns vom Koordinator für Kirchenentwicklung des Bistums Limburg, der unsere Überlegungen ausdrücklich für wert befunden hat, damit erfahrungen zu sammeln.

Die Reflexion und die Evaluation der Arbeit der Verbindungsteams obliegt dem Pastoralteam gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat und den Ortsausschüssen. Dieses Experiment wird nach einem Jahr überprüft.

In Wertschätzung und Respekt für das Ehrenamtliche Engagement vor Ort beschreiben wir Hauptamtlichen unseren Beitrag zu dem, was wir mit den Ehrenamtlichen gemeinsam vor Ort entwickeln möchten:

In Wertschätzung und Respekt für das ehrenamtliche Engagement vor Ort beschreiben wir Hauptamtlichen nun unseren Beitrag zu dem, was wir mit den Ehrenamtlichen gemeinsam vor Ort entwickeln möchten:

Aufgaben der Verbindungsteams

  • Eine Person arbeitet mit dem Ortsausschuss zusammen.
  • Eine Person trifft vor Ort Absprachen mit Sekretärin, Küster und Hausmeister.
  • Die Mitglieder des Verbindungsteams werden regelmäßig im Sonntagsgottesdienst am Kirchort präsent sein und sind anschließend ansprechbar.
  • Verbindungsteams sind für alle pastoralen Anliegen ansprechbar und vermitteln ggf. weiter, wenn das Anliegen in die Verantwortung eines/ einer anderen KollegIn fällt.

Im Zusammenhang des Bistumsprozesses „Mehr als Du siehst“ kommt eine Aufgabe für Verbindungsteams neu hinzu:

  • Verbindungsteams sind eine „Schnittstelle zwischen Zeitgenossenschaft und Pastoral“.

Die Frage: Wozu und für wen ist Kirche vor Ort da und welche Entwicklungsschritte sind anzustoßen, soll im Dialog mit Ehrenamtlichen vor Ort aufgegriffen werden. Ehrenamtliche und die Verbindungsteams achten darauf, was sich im Stadtteil tut, vernetzen sich nach Möglichkeit, kennen „key-persons“, bauen Kontakte in den Stadtteil / Sozialraum auf.

Mit dem Einsatz der Verbindungsteams in St. Josef verbinden wir Hoffnungen - und wissen darum, dass es sich erst nach und nach in der Praxis erweisen wird, wo die Chancen und wo die Grenzen liegen. Wir bitten Sie, liebe Ehrenamtliche in den Gremien und Sie, liebe Gemeindemitglieder, um Ihr Vertrauen und u offene Rückmeldungen, damit wir in gutem Gest MEHR MITEINANDER verwirklichen können

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Pastoralteam St. Josef

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